Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Informationen zum Coronavirus

Allgemeine Informationen zu Übertragung, Symptomen und Vorbeugung bietet rund um die Uhr die AGESInfoline.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie infiziert sein könnten und Symptome zeigen, rufen Sie die Gesundheitsnummer an.

Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören und Hilfe bei der Organisation des Alltags brauchen.

Aktuelle Meldungen

Notquartier für Obdachlose verlängert

Hilfsangebot am Sophienspital-Gelände bleibt bis in den Sommer bestehen.

Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Stand 8.00 Uhr sind in Wien 1059 Erkrankungen bestätigt. 38 Personen sind genesen.

Erleichterungen bei Wohnbeihilfe

Unterstützung gibt es auch für MieterInnen von Geschäftslokalen in Gemeindebauten.

Wien verdreifacht Home-Office Förderung

Die Förderung wird auf 6 Mio. Euro aufgestockt, zudem werden Zinsen für Überbrückungskredite übernommen,

Hilfe bei Reparaturen

Die MitarbeiterInnen der rund 80 Betriebe des Reparaturnetzwerks kommen bei Bedarf auch ins Haus.

Gratis-Lernhilfe läuft online weiter

Der VHS-Lernhilfekurs wird auf online umgestellt und ausgeweitet. Zahlreiche weitere Unterrichtsmaterialien online verfügbar.

Wien startet Schulfernsehen auf W24

„Lernplanet von und mit Werner Gruber“ richtet sich an 10-14 Jährige und startet am 30. März.

NEWSLETTER

Unser Pressedienst informiert Sie regelmäßig im Stadt Wien Newsletter über die neuesten Entwicklungen zum Coronavirus und aktuelle Service-Angebote der Stadt Wien.
Der Newsletter ist kostenlos, Sie können ihn jederzeit abbestellen.

Weiterlesen >

Die wichtigsten Antworten

Was ist das Coronavirus?

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Coronaviren (CoV). Schon bekannte Coronaviren sind:

  • das SARS-Coronavirus (SARS-CoV), das erstmals 2003 nachgewiesen wurde.
  • das MERS-Coronavirus (MERS-CoV), das 2012 erstmals beim Menschen aufgetreten ist.

Bestimmte Coronaviren können beim Menschen Krankheiten auslösen, von der leichten Erkältung bis zur schweren Lungenentzündung. Andere Coronaviren können bei Tieren Krankheiten auslösen. Manche Coronaviren können von Tieren auf Menschen übertragen werden.

Das Ende 2019 in China entdeckte neue Coronavirus wurde vorher beim Menschen noch nicht nachgewiesen.

Am 11. Februar 2020 gab die WHO den offiziellen Namen für die neue Erkrankung bekannt: COVID-19 (Coronavirus disease 2019). Die Bezeichnung für den Erreger wurde von der WHO von 2019-nCoV auf SARSCoV-2 geändert.

Wie gefährlich ist das neue Coronavirus?

Das ist noch nicht klar. Ähnlich wie bei der saisonalen Grippe sind besonders ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem betroffen.

Wie ansteckend ist das neue Coronavirus?

Menschen stecken sich am häufigsten durch andere Menschen mit dem Coronavirus SARSCoV-2 an. Anstecken kann man sich durch:

  • Schleim und Speichel
  • Harn und Stuhl
  • Körperflüssigkeiten wie etwa Blut
Was sind die Symptome der Krankheit COVID-19?

Infektionen von Menschen mit den länger bekannten Coronaviren sind meist mild und ohne Krankheitssymptome. Auch bei der neuen Krankheit COVID-19 gibt es Infektionen ohne Symptome oder einen milden Verlauf mit Symptomen einer Erkältung. Anzeichen einer schweren Infektion mit dem neuen Coronavirus SARSCoV-2 sind unter anderem:

  • Fieber
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Atembeschwerden

In schwereren Fällen kann die Infektion mit dem Coronavirus SARSCoV-2 eine Lungenentzündung oder schwere Atembeschwerden verursachen.

Wann besteht der Verdacht auf die Krankheit COVID-19?

Ein Verdacht besteht in folgenden Fällen:

  • Eine Person hat leichte oder schwere Symptome der Krankheit COVID-19
    und
  • die Person hatte bis zu 14 Tage vor Auftreten der Symptome engen Kontakt mit einer Person, die die Krankheit COVID-19 hat oder die die Krankheit COVID-19 wahrscheinlich hat
    oder
  • die Person war bis zu 14 Tage vor Auftreten der Symptome in einer Region, in der SARSCoV-2 übertragen wurde und wird.
    Regionen, in denen von anhaltender Übertragung von SARSCoV-2 ausgegangen werden muss
    oder
  • die Person hat bis zu 14 Tage vor Auftreten der Symptome in einer Gesundheitseinrichtung gearbeitet, in der Patientinnen und Patienten mit einer COVID-19-Infektion behandelt werden oder wurden. Oder die Person hat eine solche Gesundheitseinrichtung besucht.

Was versteht man unter „engem Kontakt“?

  • Aufenthalt am selben Ort, zum Beispiel Klassenzimmer, Arbeitsplatz, Wohnung oder Haushalt, Krankenhaus oder andere Gesundheitseinrichtung, andere Wohn-Einrichtung, Kaserne oder Ferienlager. Wie lange der Aufenthalt dort war, spielt keine Rolle.
  • Versorgung oder Pflege einer Person, die wahrscheinlich oder sicher mit SARSCoV-2 infiziert ist, als medizinisches Personal oder Familienmitglied.
Wie wird das neue Coronavirus behandelt?

Derzeit gibt es noch keine Impfung gegen die Krankheit COVID-19. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, das heißt, die Körperfunktionen werden beim Heilungsprozess unterstützt und Krankheitsbeschwerden werden gelindert.

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?
  • Waschen Sie Ihre Hände täglich öfter mit Wasser und Seife oder mit einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel.
  • Bedecken Sie Ihren Mund und Ihre Nase mit einem Papiertaschentuch oder mit Ihrer Ellenbeuge, wenn Sie husten oder niesen. Bedecken Sie Ihren Mund und Ihre Nase nicht mit den Händen, wenn Sie husten oder niesen. Werfen Sie Papiertaschentücher sofort in den Müll und waschen Sie danach Ihre Hände. Werfen Sie Papiertaschentücher nicht ins Altpapier.
  • Halten Sie mindestens 1 Meter Abstand zu anderen Menschen, wenn Sie dringende Besorgungen haben.
Was passiert, wenn ich Kontakt zu einer Person hatte, die positiv auf das Coronavirus getestet worden ist?

Melden Sie sich umgehend bei der Gesundheitsnummer 1450.
Personen in Österreich, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, werden von der Gesundheitsbehörde (Magistratsabteilung 15) gefragt, mit welchen Personen in Wien sie Kontakt hatten. Die Personen, die genannt werden, werden dann von der Gesundheitsbehörde kontaktiert. Sie kommen zur Sicherheit in Heimquarantäne und müssen sich selbst beobachten. Das heißt, sie müssen regelmäßig Fieber messen und darauf achten, ob sie Symptome einer Grippe wie Husten haben. Sie müssen ihren Gesundheitsstatus täglich melden, bis die Heimquarantäne beendet werden kann.

Wann ist ein Test auf das Coronavirus sinnvoll?

Der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informiert über wichtige Verhaltensregeln bei Symptomen wie Husten und Fieber.

Viele Menschen machen sich Sorgen, dass sie möglicherweise mit dem Coronavirus SARSCoV-2 infiziert sind. Um Gewissheit darüber zu erlangen, ist der Wunsch groß, sich testen zu lassen. In vielen Fällen ist ein Test aber nicht zielführend. Der medizinische Krisenstab der Stadt Wien informiert über Verhaltensregeln im Falle von Fieber und Husten und über die Voraussetzungen für eine Testung auf SARSCoV-2 beziehungsweise, wann ein solcher Test keinen Sinn macht.

  • Wer sollte sich jedenfalls testen lassen?
    Wenn Sie Husten haben und Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neue Coronavirus nachgewiesen wurde, sollten Sie sich testen lassen. Ebenso, wenn Sie Husten haben und in einer Region waren, in der laufend neue Fälle auftreten, ohne dass man die genaue Quelle kennt. Eine Testung ist dann sinnvoll, wenn diese Kriterien zutreffen, Sie älter sind oder eine chronische Grunderkrankung haben.
    Regionen, in denen von anhaltender Übertragung von SARSCoV-2 ausgegangen werden muss
  • Wer sollte sich nicht testen lassen?
    Personen ohne Symptome, egal woher sie kommen oder mit wem sie Kontakt hatten. In diesem Fall ist ein negativer Test nur eine Momentaufnahme. Er besagt, dass Sie momentan nicht ansteckend sind. Wenn Sie sich angesteckt haben, kann es bis zu 14 Tage dauern, bis Sie krank und ansteckend werden: Erst dann können die Viren im Nasen-Rachen-Abstrich nachgewiesen werden.
  • Was sollte bei Fieber und Husten gemacht werden?
    Der medizinische Krisenstab rät allgemein bei Symptomen wie Fieber und Husten, zu Hause zu bleiben und sich ins Bett zu legen. Sie sollten ausreichend trinken und unbedingt ein Taschentuch vorhalten, wenn Sie husten müssen. Das Taschentuch muss anschließend entsorgt werden. Alternativ können Sie in die Ellenbeuge niesen. Danach unbedingt Hände waschen. Wenn andere in Ihrer Nähe sind, dann wegdrehen. Ausreichend lüften. Um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden, genügt es, wenn Ihnen eine Person kurz alles Notwendige bringt. Wenn Sie Atembeschwerden bekommen, sollten Sie umgehend das Gesundheitstelefon 1450 anrufen.
  • Gilt das auch, wenn ich in einer der Regionen war, wo viele Menschen an dem neuen Coronavirus erkrankt sind?
    Auch wenn Sie in einem Risikogebiet waren, ist es wahrscheinlicher, dass Sie an einem grippalen Infekt leiden als an dem neuen Coronavirus. Haben Sie nur Schnupfen, sollten Sie zunächst abwarten, ob es Ihnen nach 2 bis 3 Tagen nicht wieder besser geht. Sollte Husten dazukommen und hatten Sie in der betroffenen Region Kontakt mit vielen Menschen, dann 1450 anrufen, damit der Ärztefunkdienst zu Ihnen kommen kann. Wenn notwendig, wird von dieser Ärztin oder diesem Arzt ein Nasen-Rachen-Abstrich veranlasst.
Ich glaube, ich habe das Coronavirus. Was muss ich tun? Was passiert?

Das Gesundheitstelefon ist rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche erreichbar. Rufen Sie in folgenden Fällen beim Gesundheitstelefon 1450 an:

  • Sie haben Symptome einer Erkältung oder Lungenentzündung
    und
  • Sie hatten engen Kontakt mit einer Person, die positiv auf das Coronavirus getestet worden ist
    oder
  • Sie waren in einer Region, in der SARSCoV-2 übertragen wurde und wird:
    Regionen, in denen von anhaltender Übertragung von SARSCoV-2 ausgegangen werden muss
    oder
  • Sie haben in einer Gesundheitseinrichtung gearbeitet, in der Patientinnen und Patienten mit einer COVID-19-Infektion behandelt werden oder wurden. Oder Sie haben eine solche Gesundheitseinrichtung besucht.

Was versteht man unter „engem Kontakt“?

  • Aufenthalt am selben Ort, zum Beispiel Klassenzimmer, Arbeitsplatz, Wohnung oder Haushalt, Krankenhaus oder andere Gesundheitseinrichtung, andere Wohneinrichtung, Kaserne oder Ferienlager.
  • Versorgung oder Pflege einer Person, die wahrscheinlich oder sicher mit SARSCoV-2 infiziert ist. Sie haben die pflegebedürftige Person als medizinisches Personal oder Familienmitglied versorgt.

Sagen Sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Gesundheitstelefon

  • wo und wann Sie in einer Region waren, in der SARSCoV-2 übertragen wurde oder wird, und
  • wann welche Symptome begonnen haben.

Das medizinisch geschulte Fachpersonal des Gesundheitstelefons 1450 klärt telefonisch ab, ob Sie tatsächlich vom Coronavirus betroffen sein könnten.

Sie erfahren, ob Sie zu Hause bleiben müssen und erhalten weitere Ratschläge, die Sie bitte genau befolgen.

Was passiert, wenn der Verdacht besteht, dass ich mit dem Coronavirus infiziert bin?

Wenn der Verdacht besteht, dass Sie das Coronavirus SARSCoV-2 haben, kommt der Ärztefunkdienst zu Ihnen nach Hause. Das Team ist rund um die Uhr (24 Stunden, 7 Tage die Woche) im Einsatz.

Sie werden getestet, ob Sie das Virus SARSCoV-2 wirklich haben. Dafür wird ein Nasen-Rachen-Abstrich genommen. Die Proben werden von der Gesundheitsbehörde (MA 15) gesammelt und 3-mal täglich in der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ausgewertet. Die AGES übermittelt die Befunde an die MA 15 und an den Ärztefunkdienst. Ein Befund liegt spätestens nach 48 Stunden vor.

Wenn Ihr Befund negativ ist, haben Sie das Coronavirus SARSCoV-2 nicht. In diesem Fall informiert Sie der Ärztefunkdienst direkt.

Wenn Ihr Befund positiv ist, haben Sie das Coronavirus SARSCoV-2. In diesem Fall werden Sie von der Gesundheitsbehörde  benachrichtigt. Ob Sie ins Spital oder in Heimquarantäne kommen, hängt von der Schwere Ihrer Erkrankung ab. Wenn Sie während der Heimquarantäne eine Krankmeldung oder Rezepte benötigen, gehen Sie nicht zu Ihrem Hausarzt. Der Ärztefunkdienst kann Krankmeldungen und Rezepte ausstellen. Meiden Sie den Kontakt zu anderen Menschen, da Sie diese anstecken und damit gefährden können.

Wie sind die Wiener Spitäler auf das neue Coronavirus vorbereitet?

Wien hat eine eigene Influenza-Pandemieplanung für die Stadt. Zu Beginn der jeweiligen pandemischen Erkrankung werden Patientinnen und Patienten im 1. Schritt in folgenden Krankenhäusern aufgenommen:

  • SMZ-Süd Kaiser-Franz-Josef-Spital
  • SMZ-Baumgartner Höhe Otto-Wagner-Spital und

Kinder werden in der Kinderinfektionsabteilung des Wilhelminenspitals aufgenommen.

In den Krankenanstalten werden die Patientinnen und Patienten auf speziell vorgesehenen Abteilungen isoliert und behandelt. In einem 2. und 3. Schritt stehen Abteilungen in weiteren Spitälern zur Verfügung. Die auf Diagnose und Behandlung spezialisierte Abteilung im Kaiser-Franz-Josef-Spital hat jahrzehntelange Erfahrung und weist höchsten technischen Standard auf. Die Planung kann auf die jeweils aktuelle Situation angepasst werden.

Ich habe Angehörige, die als PatientInnen in einem Spital sind oder in einem Pflegewohnhaus leben. Was bedeutet das für mich als BesucherIn?

Zum Schutz der PatientInnen und BewohnerInnen, der BesucherInnen und der MitarbeiterInnen gilt ab sofort ein generelles Besuchsverbot von volljährigen PatientInnen und BewohnerInnen. Besuche von minderjährigen PatientInnen sind jeweils maximal einer Person gestattet. Begleitungen von Minderjährigen und betreuungsbedürftigen Personen sind ebenfalls erlaubt und maximal einer Person gestattet.

In Ausnahmefällen sind einzelne BesucherInnen (max. 1 Besucher/Tag) auch für volljährige PatientInnen gestattet. Dazu zählen Besuche bei Müttern mit Neugeborenen. Sie sind maximal einer Person am Tag gestattet. Auch PatientInnen mit einer langen Aufenthaltsdauer (>7 Tage) dürfen vereinzelt von maximal einer Person am Tag besucht werden. Ebenfalls ausgenommen sind PatientInnen und BewohnerInnen in einer kritischen Lebensphase.

Welche Gefahr besteht für Schwangere oder Gebärende?

Für Schwangere oder Gebärende besteht laut geburtsinfo.wien kein Grund zur Sorge. Infektiöse Patientinnen und Patienten sind in allen Spitälern isoliert untergebracht. Es gibt keine Verbindungen zwischen ihnen und den Geburtshilfeabteilungen.

Gibt es ausreichend Kapazitäten zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus?
Wien hat ausreichende Kapazitäten: Der Wiener Krankenanstaltenverbund hat für den Epidemie- oder Pandemiefall insgesamt rund 500 Betten für Patientinnen und Patienten vorgesehen. Reicht diese Anzahl nicht aus, stehen weitere rund 200 Betten in privaten Krankenanstalten zur Verfügung. 880 Betten stehen im Betreuungszentrum in der Messe Wien bereit. Diese Reserve steht für Menschen mit moderaten Krankheitverläufen zur Verfügung, die nicht zu Hause bleiben können.