Besuchsregeln in Pflegeeinrichtungen werden gelockert

Besuchsregeln in Pflegeeinrichtungen werden gelockert

Die Stadt Wien hat das strenge Besuchsverbot in Wohn- und Pflegehäusern für SeniorInnen gelockert. Seit 4. Mai 2020, sind damit Kontakte von Angesicht zu Angesicht möglich. Diese Begegnungen finden in ausgewiesenen Bereichen der Pensionistenwohnhäuser und Pflegeheime statt.

Für die Schaffung der Begegnungsräume in den Pflegeeinrichtungen wurden allgemeine Leitlinien, die auf einem Beschluss des medizinischen Krisenstabs der Stadt Wien basieren, entwickelt. Diese Rahmenbedingungen wurden ganz bewusst weit gesteckt.  Damit kann auf unterschiedliche räumliche Voraussetzungen und Belegungen in den Häusern reagiert werden.

Leitlinien

  • Besuche nur nach Terminvereinbarung
  • Zeitliche Beschränkung
  • Registrierung von BesucherInnen bei Zutrittskontrolle für mögliche Kontaktnachverfolgung
  • Ausschilderung der Besuchsinformationen und Spielregeln: Händehygiene, Mund-Nasen-Schutz, Abstand
  • Einrichtung von ausgewiesenen BesucherInnenbereichen (im Freien oder in eigenen Räumlichkeiten) und Kennzeichnung z.B. mit Bodenmarkierungen
  • Regelmäßige Reinigung und Lüften der Räumlichkeiten
  • Schutz bzw. Abstand zwischen Sitzmöglichkeiten (z.B. Plexiglaswände, Tische, sonstige Möbel)
  • Begleitung der BesucherInnen durch Fachpersonal

Die Maßnahmen sind vorerst mit Ende Mai befristet. Zur Umsetzung der Verordnung wurden Leitlinien für die Pflegeorganisationen in Wien entwickelt, die auf die Gegebenheiten der jeweiligen Einrichtungen angepasst werden können.

Um sich den spezifischen Problemlagen von Pflegeorganisationen im Zuge der Covid-19-Pandemie anzunehmen, wurde von der Stadt darüber hinaus ein eigener Pflegekrisenstab eingerichtet. Darin sind neben dem Fonds Soziales Wien, dem Krankenanstaltenverbund, der MA 40 und dem Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen auch Trägerorganisationen vertreten, mit denen die bevorstehenden Lockerungen abgestimmt wurden.

Besuche in den Apartments oder auf den Zimmern sind weiterhin nur in Ausnahmefällen für Menschen in kritischen Lebensphasen, für PalliativpatientInnen und bei Sterbebegleitung möglich. Die Besuche sollen vorerst auf eine Person beschränkt bleiben. Die Verordnung basiert auf einem Beschluss des medizinischen Krisenstabes der Stadt Wien. Damit ist ein einheitlicher Rahmen für die rund 90 stationären Pflegeeinrichtungen in Wien garantiert, der sowohl die medizinisch-epidemiologischen Aspekte als auch die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen berücksichtigt.