Die wichtigsten Informationen für VeranstalterInnen

Ich möchte in meinem Garten/meinem Haus eine Party veranstalten. Was muss ich beachten?

Veranstaltungen im privaten Wohnbereich gelten nicht als Veranstaltung nach der Lockerungsverordnung. Sofern die Feier im Rahmen des privaten Wohnbereiches abgehalten wird, ist daher die Erstellung eines Präventionskonzeptes bzw. die Genehmigung der Bezirksverwaltungsbehörde (Magistrat der Stadt Wien) NICHT erforderlich.

Die Einhaltung der Abstandsregeln und gegebenenfalls das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, falls Abstände nicht eingehalten werden können, wird empfohlen, liegt aber in der Eigenverantwortung von GastgeberIn und Gästen.

Es gilt die Empfehlung, nicht mehr als 10 Personen einzuladen.

Wie viele Personen sind bei privaten Veranstaltungen außerhalb des eigenen Wohnraums erlaubt?

Bei privaten Veranstaltungen in Innenbereichen sind maximal 10 Personen erlaubt.

Was ist bei Veranstaltungen zur Religionsausübung zu beachten?

Veranstaltungen zur Religionsausübung gelten NICHT als Veranstaltung der Lockerungsverordnung. Die Erstellung eines Präventionskonzeptes bzw. die Genehmigung der Bezirksverwaltungsbehörde (Magistrat der Stadt Wien) ist daher NICHT erforderlich.

Bei der Religionsausübung im Freien ist, gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Darüber hinaus hat der Veranstalter sicherzustellen, dass durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert wird.

Unser Sportverein/Sportverband möchte gerne den Trainings- bzw. Spielbetrieb wieder aufnehmen. Was müssen wir tun?

Bei Sportarten in Vereinen oder auf nicht öffentlichen Sportstätten, bei denen es zu Körperkontakt kommt, hat der Verein oder Betreiber der Sportstätte ein COVID-19-Präventionskonzept zur Minimierung des Infektionsrisikos auszuarbeiten und umzusetzen. Dieses COVID-19-Präventionskonzept hat zumindest folgende Themen zu beinhalten:

  1. Verhaltensregeln von Sportlern, Betreuern und Trainern
  2. Vorgaben für Trainings- und Wettkampfinfrastruktur
  3. Hygiene- und Reinigungsplan für Infrastruktur und Material
  4. Regelungen zum Verhalten beim Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion

Das COVID-19-Präventionskonzept kann auch ein datenschutzkonformes System zur Nachvollziehbarkeit von Kontakten im Rahmen von Trainingseinheiten und Wettkämpfen wie beispielsweise ein System zur Erfassung von Anwesenheiten auf freiwilliger Basis beinhalten.

Bei der Ausübung durch Spitzensportler ist vom verantwortlichen Arzt ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes COVID-19-Präventionskonzept zur Minimierung des Infektionsrisikos auszuarbeiten und dessen Einhaltung laufend zu kontrollieren.

Vor erstmaliger Aufnahme des Trainings- und Wettkampfbetriebes ist durch Labortestung nachzuweisen, dass die Sportler SARS-CoV-2 negativ sind. Bei Bekanntwerden einer SARS-CoV-2-Infektion bei einem Sportler, Betreuer oder Trainer sind in den folgenden 14 Tagen nach Bekanntwerden der Infektion vor jedem Wettkampf alle Sportler, alle Betreuer und Trainer einer Labortestung auf das Vorliegen von SARS-CoV-2 zu unterziehen.

Das COVID-19-Präventionskonzept hat in diesem Fall zumindest folgende Themen zu beinhalten:

  1. Schulung von Sportlern und Betreuern in Hygiene, Verpflichtung zum Führen von Aufzeichnungen zum Gesundheitszustand
  2. Verhaltensregeln von Sportlern, Betreuern und Trainern außerhalb der Trainings- und Wettkampfzeiten
  3. Gesundheitschecks vor jeder Trainingseinheit und jedem Wettkampf
  4. Vorgaben für Trainings- und Wettkampfinfrastruktur
  5. Hygiene- und Reinigungsplan für Infrastruktur und Material
  6. Nachvollziehbarkeit von Kontakten im Rahmen von Trainingseinheiten und Wettkämpfen
  7. Regelungen zum Verhalten beim Auftreten von COVID-19-Symptomen
  8. bei Auswärtswettkämpfen Information der dort zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde, dass ein Erkrankungsfall an COVID-19 bei einem Sportler, Betreuer oder Trainer aufgetreten ist

Die erstellten Präventionskonzepte müssen seitens der Bezirksverwaltungsbehörde  (Magistrat der Stadt Wien) nicht geprüft werden, die Inhalte sowie die Einhaltung liegen in der Verantwortung der BetreiberInnen.

Sind Mischformen von Stehplätzen und Sitzplätzen bei Veranstaltungen zulässig?

Nach Ansicht des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz ist eine Mischform von Sitz- und Stehplatzveranstaltungen als unzulässig anzusehen.

Können bei einer Sportveranstaltung in einem Stadion die Personenhöchstzahlen mehrfach ausgeschöpft werden, wenn komplett getrennte Bereiche bestehen und es zwischen den Besuchern zu keiner Vermischung kommt?

Nach Ansicht des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz ist die gesamte Veranstaltung als eine Veranstaltung anzusehen, sodass eine Mehrfachausschöpfung der Besucherhöchstzahlen nicht möglich ist.

Ich benötige Hilfe bei der Erstellung des Präventionskonzepts. Was kann ich tun?

Die Erstellung der notwendigen Präventionskonzepte obliegt den jeweiligen Veranstalter*innen. Eine Miteinbeziehung der Bezirksverwaltungsbehörde (Magistrat der Stadt Wien) bei der Erstellung bzw. in die einzelnen Planungsschritte ist nicht vorgesehen.

Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzepts

Mustervorlage eines COVID-19-Präventionskonzeptes des Roten Kreuzes

Was soll ich tun, wenn bei meiner Veranstaltung ein Verdachtsfall auftritt?

Sollte im Rahmen einer Veranstaltung eine Infektion bzw. der Verdacht einer Infektion mit SARS-CoV-2 auftreten, isolieren Sie die Person sofort, ebenfalls alle Kontaktpersonen und rufen Sie bitte die Nummer 1450 für weitere Informationen und um erforderlichenfalls notwendige Testungen zu veranlassen. Alle weiteren gesundheitsbehördlichen Schritte werden durch die Magistratsabteilung 15-Gesundheitsdienst der Stadt Wien eingeleitet und durchgeführt.

Was passiert wenn die Ampel von Grün auf Orange oder von Orange nach Rot springt - an dem Tag an dem meine Veranstaltung stattfindet?

Aktuell gibt es noch keine Rechtsgrundlage für die Ampelfarben und den daraus folgenden Empfehlungen. D.h., dass das, was in den jeweiligen Ampelfarben als „Maßnahmen“ festgehalten ist, derzeit mangels Rechtsgrundlage nicht vollzogen werden kann.

Wo finde ich Quadratmeter-Angaben, wie groß meine Fläche Indoor mit 100 oder 200 Personen sein muss?

In den einschlägigen §§ 10 und 10a der COVID-19-Lockerungsverordnung sind derzeit keine Quadratmeter-Angaben enthalten.

An wen kann ich mich bei zusätzlichen Fragen wenden?

Sie können sich an das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Kosumentenschutz oder andere fachlich zuständige Ministerien  (Hotlines der Ministerien)   oder an die zuständige Gesundheitsbehörde wenden.

Wenn ich ein Präventionskonzept gemacht habe, es aber niemand abnimmt, weil freiwillig – wer haftet dann, wenn es einen Infektionsfall gibt?

Jede Veranstalterin und jeder Veranstalter von Veranstaltungen mit über 200 Personen hat einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und dieses umzusetzen. Das COVID-19-Präventionskonzept muss Vorgaben zur Schulung der MitarbeiterInnen sowie Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos beinhalten.  Diese Präventionskonzepte werden seitens der Behörde nicht „genehmigt“. Die Einhaltung liegt in der Verantwortung des Veranstalters.

Wer haftet für meinen Geschäftsentfall, wenn die epidemiologische Lage die Durchführung der Veranstaltung kurzfristig verhindert?

Im Epidemiegesetz ist derzeit keine Bestimmung enthalten, die einen Ersatz für den Verdienstentgang für Veranstaltungen vorsieht.

* Vorbehaltlich jedweder rechtlicher Änderungen. Diese Informationen werden laufend aktualisiert.