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Infos für Eltern

Hier informieren wir Sie über die Auswirkungen von Corona auf Kindergärten, Schulen und außerschulische Betreuungsangebote in Wien. Sie finden hier außerdem Tipps, wie Sie mit Ihren Kindern über das Coronavirus sprechen können.

Was das Coronavirus ist und wie man sich davor schützen kann.

Die wichtigsten Antworten für Eltern

Häufige Fragen zum Schulstart

Ist mein Kind in der Schule gesundheitlich gefährdet?

Kinder und Jugendliche können sich zwar wie Erwachsene mit COVID19 infizieren, jedoch seltener und sie erkranken zumeist leichter. Sie spielen vermutlich auch bei der Weitergabe des Virus eine geringere Rolle. Die allgemeinen wie schulspezifischen Regelungen sollen das Risiko möglichst gering halten sowie die Schülerinnen und Schüler bestmöglich schützen.

Wie sieht der Schultag zu Schulbeginn aus?

Generell wird mit einem normalen Regelbetrieb gestartet: Unterricht entfällt nicht, auch Nachmittagsunterricht und Freizeitkurse werden angeboten. Der Unterricht findet im regulären Klassenverband bzw. in regulären Lerngruppen statt – unter Einhaltung der allgemeinen Hygienevorschriften.

Wo können Eltern sehen, welche Ampelfarbe die Schule hat?

Die Schulen zeigen ihre Ampelfarbe auf der Homepage und gut sichtbar im Eingangsbereich an.

Die  allgemeine Ampelfarbe für die Schulen in Wien finden Sie auf der Seite der Bildungsdirektion.

Dürfen Erziehungsberechtige ihr Kind in das Schulhaus begleiten?

Im Sinne eines normalen Regelbetriebes soll es prinzipiell möglich sein, dass Eltern ihre Kinder begleiten. Ob dies konkret möglich ist, hängt von den räumlichen Gegebenheiten am Standort ab. Bitte informieren Sie sich direkt in der Schule bzw. schauen Sie auch auf der Homepage nach.

Muss ich meinem Kind eine Maske mitgeben?

Ja, da außerhalb der Klassenräume ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Auch in bestimmten Unterrichtssituationen kann ein Tragen der Maske verpflichtend sein.

Muss mein Kind im Schulhaus Maske tragen?

Außerhalb der Klassenräume gilt die Maskenpflicht. Im Klassenzimmer ist das Tragen von Masken erst ab der Ampelfarbe „Rot“ vorgesehen.

Wird es einen gestaffelten Unterrichtsbeginn geben?

Um zu großes Gedränge zu Unterrichtsbeginn zu vermeiden, kann diese Maßnahme getroffen werden. Diese Entscheidung wird von der jeweiligen Schule getroffen.

Wie sieht es mit Elternabenden aus?

Elternabenden und sonstige schulpartnerschaftliche Veranstaltungen können – abhängig von der Ampelfarbe – vor Ort und/oder auf elektronischem Wege durchgeführt werden. Beschlüsse können auch elektronisch gefasst werden.

Finden Sprechtage statt?

Situationen, in denen sich – abgesehen vom Unterricht – sehr viele Personen gleichzeitig im Schulgebäude aufhalten, sollten vermieden werden. Die Möglichkeiten digital bzw. telefonisch in Austausch zu bleiben, sollen daher verstärkt genutzt werden.

Gibt es Schulveranstaltungen?

Grundsätzlich, ja. Schulveranstaltungen und schulbezogene Veranstaltungen dürfen COVID-19- bedingt aber nur geplant und durchgeführt werden, wenn die Einhaltung der Hygienebestimmungen für die gesamte Dauer der Veranstaltung stets gewährleistet werden kann. Für jede Veranstaltung ist eine Risikoanalyse von der Schule zu erstellen und der Bildungsdirektion Wien zur Kenntnis zu bringen.

Können Kinder an Projektwochen teilnehmen?

Diese Entscheidung wird am Standort in Absprache mit den Erziehungsberechtigten getroffen und ist auch von der jeweiligen Ampelfarbe abhängig.

Kann ich mein Kind im kommenden Schuljahr vom Unterricht in der Schule abmelden?

Für Schülerinnen und Schüler, für die – auch wenn sie nicht zu einer vordefinierten Risikogruppe gehören – der Schulbesuch bei steigenden Infektionszahlen eine besondere psychische Belastung darstellt oder die mit einer Person aus der Risikogruppe im selben Haushalt leben, ist das möglich. Gegen Vorlage eines ärztlichen Attests können diese Schülerinnen und Schüler vom Präsenzunterricht befreit werden.

Das Attest betrifft ausschließlich das Kind.

Wenn mein Kind nicht den Unterricht besucht, wie kommt es zum Lernstoff?

Betroffene Schülerinnen und Schüler gelten mit einem ärztlichen Attest als entschuldigt, müssen aber den Stoff selbstständig nachlernen. Konkrete Regelungen dafür sind mit den LehrerInnen bzw. der Schulleitung des Schulstandorts zu vereinbaren.

Wie sieht es mit dem Religionsunterricht aus? Kann dieser wie bisher stattfinden?

Nach derzeitigem Stand kann der Religionsunterricht normal durchgeführt werden. Beim oft klassenübergreifenden Religionsunterricht von Konfessionen mit geringeren Anmeldezahlen sollte dieser in größeren Räumen stattfinden. Damit können die Abstandsregeln leichter eingehalten werden.

Kinderbetreuung und Unterricht

Was sind die wichtigsten Hygienemaßnahmen?

Die wichtigsten Hygienemaßnahmen in allen Bildungseinrichtungen sind:

  • Verwendung des Mund-Nasen-Schutzes außerhalb der Klassenräume. Kindergärten sind davon ausgenommen.
  • Regelmäßig Hände waschen (nach Betreten des Gebäudes, nach Husten/Schnäuzen, vor dem Essen etc.)
  • Abstand halten, wenn möglich
  • Auf Nies- und Hustenhygiene achten (in Ellenbeuge oder Taschentuch niesen/husten, Singen nach besonderen Hygienebestimmungen)
  • Regelmäßiges Lüften der Räume
  • Bei Krankheitssymptomen im Zweifelsfall zu Hause bleiben

Speziell in Kindergärten gelten zudem folgende Empfehlungen:

  • Vermeidung von Aufstauungen beim Eintreffen bzw. Abholen der Kinder
  • Abstand halten zwischen PädagogInnen und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten
  • Vermeidung von Gruppenwechseln
  • Aufenthalt im Freien, wenn möglich

Bei einem erhöhten regionalen Infektionsrisiko (siehe Corona-Ampelsystem) können diese Maßnahmen noch erweitert werden.

Wie wirkt sich die Corona-Ampel auf die Einrichtungen aus?

Ein österreichweites Corona-Ampelsystem legt  den Status einer Region in Bezug auf das Infektionsrisiko fest. Das Gebiet der Stadt Wien gilt dabei als eine Region. Das Corona-Ampelsystem hat 4 Warnstufen (Grün – Gelb – Orange – Rot). Je nach Ampelfarbe müssen unterschiedliche Vorkehrungen getroffen und Regeln beachtet werden. Eltern bzw. Erziehungsberechtigte werden durch den Kindergarten über eine geänderte Ampelphase informiert. Die Schulen zeigen die Ampelfarbe auf der Homepage und gut sichtbar im Eingangsbereich an. Die Ampelfarbe für Wien finden Sie auf der Corona-Ampel Webseite.

In den Kindergärten und sonstigen elementarpädagogischen Einrichtungen findet durchgängig ein Regelbetrieb statt. In Schulen kann ab der Warnstufe „gelb“ auf Distance Learning umgestellt werden.

Der Status einer Bildungseinrichtung kann sich auch unabhängig vom Ampelsystem ändern, beispielsweise wenn Coronavirus-Erkrankungen auftreten.

Die wichtigsten Maßnahmen je nach Warnstufe lauten:

  • Grün: Normalbetrieb mit Hygienevorkehrungen
  • Gelb:
    • Verwendung des Mund-Nasen-Schutzes an Schulen außerhalb der Klassenräume
    • Sport und Singen vorwiegend im Freien oder unter besonderen Auflagen
    • Wenn die Schließung von Klassen oder Schulen notwendig wird, Umstellung auf Distance Learning
  • Orange:
    • Kindergärten: Fixe Zuteilung von Personal pro Gruppe, keine Durchmischung von Gruppen
    • Schulen wie „gelb“ und zusätzlich:
      • Regelungen für den Schulbeginn und für Pausen zur Verringerung von Kontakten, Vermeidung gemeinsamer Mittagspausen
      • Keine Schulveranstaltungen wie Exkursionen usw.
      • Keine Teilnahme schulfremder Personen (Projekte usw.)
      • Kein Singen in geschlossenen Räumen
      • Lehrerkonferenzen finden online statt
      • ab Sekundarstufe II: Umstellung auf Distance-Learning mit schulautonomer Möglichkeit, kleinere Gruppen weiterhin im Präsenzbetreib zu unterrichten
  • Rot:
    • Kindergärten: wie „orange“. Das Fernbleiben ist zudem auch im verpflichtenden Kindergartenjahr gestattet.
    • Schulen:
      • Umstellung auf Distance-Learning
      • Ersatzbetrieb am Schulstandort in Kleingruppen
      • Einrichtung von Lernstationen
      • Mund-Nasen-Schutz beim Aufenthalt in der Schule verpflichtend
      • Ganztagsbetreuung im Notbetrieb (Kleingruppen)
      • Nur Ausleihe in den Bibliotheken
      • ab Sekundarstufe II: komplette Umstellung auf Distance-Learning, kein Ersatzbetrieb am Schulstandort

Weitere Informationen: Corona-Ampel an Schulen und elementarpädagogischen Einrichtungen

Wann muss mein Kind der Schule / dem Kindergarten fernbleiben?

Im Herbst steigen Erkältungskrankheiten mit Symptomen, die sich von jenen einer COVID-19-Infektion nicht eindeutig unterscheiden lassen. Eine COVID-19-Erkrankung kann auch symptomfrei verlaufen.  Bitte beobachten Sie den  Gesundheitszustand Ihres Kindes genau.

Sobald ein Kind Anzeichen von Krankheit aufweist, darf es nicht in den Kindergarten /in die Schule kommen.

Zu den Krankheitssymptomen gehören: Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Katarrh der oberen Atemwege, plötzlicher Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes, für das es keine plausible Ursache gibt. Die Weitergabe eines grippalen Infekts innerhalb der Familie wäre zum Beispiel eine plausible Ursache. Zur Abklärung einer Corona-Infektion rufen Sie bitte 1450. Ab einer Körpertemperatur von 37,5 Grad ist ebenfalls von einem Schulbesuch abzusehen.

Bei Kindern mit chronischen Erkrankungen sollte vor Besuch des Kindergartens der betreuende Arzt konsultiert werden.

Was bedeutet es, wenn in der Schule/im Kindergarten/im Hort /in der Kindergruppe meines Kindes ein COVID19-Verdachtsfall auftritt?

Ein Kind mit COVID19-Krankheitssysmptomen muss zuhause bleiben oder sofort in der Einrichtung isoliert und abgeholt werden. Es wird ein Test (Nasen-Rachen-Abstrich; Kinder unter 6 Jahren nur Rachen-Abstrich) eingeleitet.

  • Kontaktpersonen werden über Bildungseinrichtung informiert
    • Enge Kontaktpersonen (Kinder der gleichen Klasse/Gruppe) können weiter unterrichtet/betreut werden, es soll aber keine Vermischung mit anderen Klassen/Gruppen geben.
    • Kontaktpersonen sollen auch zuhause nicht zwingende Kontakte vermeiden, bis das Ergebnis vorliegt (z.B. nicht auf den Spielplatz/Sportplatz gehen, keine FreundInnen zum Spielen einladen/besuchen, keine Familien-/Geburtstagsfeiern besuchen – möglich sind ein Spaziergang alleine oder mit den Eltern oder ein kurzer Einkauf mit Schutzmaske)
    • Ist das Ergebnis beim Verdachtsfall positiv, dann werden die engen Kontaktpersonen für 10 Tage nach dem letzten Kontakt zum infizierten Kind abgesondert (kein Verlassen der Wohnung!). Die Gesundheitsbehörde nimmt mit Ihnen Kontakt auf und leitet einen Test in die Wege.

Analog dazu ist auch das Vorgehen, wenn eine Mitarbeiterin erkrankt ist. Kontaktpersonen unter den MitarbeiterInnen haben Schutzmaßnahmen (z.B. Mund-Nasen-Schutz) zu ergreifen.

Welche Regeln gelten für den Kindergartenbesuch?

Alle Eltern oder Erziehungsberechtigten können ihre Kinder in den Kindergarten bringen. Bringen Sie Ihr Kind nicht in den Kindergarten, sobald Sie oder ein Mitglied Ihrer Familie Anzeichen einer COVID-19-Erkrankung aufweisen.

Sobald ein Kind Anzeichen von Krankheit aufweist, darf es nicht in den Kindergarten kommen.

Jeder Standort regelt die Maßnahmen zur Sicherheit von Kindern, Eltern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern individuell, je nach räumlichen und organisatorischen Möglichkeiten. Das betrifft zum Beispiel den Zutritt zum Kindergarten oder auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Weitere Informationen: Kindergärten und Horte während der Corona-Krise

Welche E-Learning-Angebote gibt es?
  • Der stadteigene Bildungsserver stellt eine Sammlung von kostenlosen digitalen Lernressourcen und Tools für das Lernen zu Hause zur Verfügung.
  • Der Bildungshub Wien sammelt Digitalisierungsangebote und informiert auch in einem Newsletter über neue Angebote.
  • Das  TV-Programm Lern-Planet von und mit Werner Gruber ist online verfügbar.
  • Bildungsministerium und ORF haben Unterrichtsvideos zusammengestellt. Die Plattform beinhaltet Kurzvideos, Dokus und Magazinbeiträge.

Allgemein

Ist das Coronavirus für Kinder gefährlich?

Alle Menschen können sich anstecken, auch Kinder. Bei jungen und gesunden Menschen verläuft die Krankheit meistens mild. Sie spielen auch bei der Weitergabe des Virus eine vermutlich geringere Rolle. Dennoch sind vor allem ältere und kranke Menschen im Umfeld gefährdet.

Wie erkläre ich meinem Kind das Coronavirus und wie wir uns schützen können?

Ein kurzes Video hilft dabei, mit Kindern über das Coronavirus und die notwendigen Schutzmaßnahmen zu reden.

Wohin können sich Familien, Kinder und Jugendliche, aber auch Bildungseinrichtungen wenden, wenn es Fragen oder Probleme gibt?

Bei Fragen, Sorgen, Konflikten und Krisen in Familien bietet das Servicetelefon der Wiener Kinder- und Jugendhilfe unter 01/4000-8011 von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, telefonische Beratung. Es ist der zentrale Wegweiser durch das Angebot der Wiener Kinder- und Jugendhilfe. AnruferInnen werden an die richtigen Stellen vermittelt und können auch auf Wunsch anonym bleiben. Es stehen BeraterInnen aus dem Bereich der Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Psychologie und Rechtsvertretung zur Verfügung. Alle Familien, Kinder und Jugendliche sowie KooperationspartnerInnen können sich an das Servicetelefon wenden.

Für schulische bzw. pädagogische Fragen hat die Bildungsdirektion eine eigene Corona-Hotline für Schülerinnen und Schüler, LehrerInnen und Eltern eingerichtet: 01/52 525 – 77 109 (Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr).

Eltern von Kindergartenkindern, Kindergarten-MitarbeiterInnen, Tagesmütter und -väter sowie Trägerorganisationen, also Verantwortliche für Kindergärten, Horte, oder Kindergruppen können sich an die Wiener Kindergärten Corona-Hotline wenden: 01/90 141 (Montag bis Freitag von 7.30 bis 18 Uhr).

Gibt es finanzielle Unterstützung für Familien in Not?

Familien, die durch die Corona-Krise unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, werden unterstützt. Dafür wurde der Corona-Familienhärteausgleich aus dem Familienlastenausgleichsfonds geschaffen.

Seit 15. April 2020 kann eine Unterstützung aus dem Corona-Familienhärteausgleich unter bestimmten Voraussetzungen beantragt werden. Alle Informationen sowie das Antragsformular unter  https://www.bmafj.gv.at

Coronavirus – Einfach erklärt

Was ist ein Virus?

Ein Virus ist ein Erreger, der Tiere und Menschen krank machen kann. Er ist winzig klein und kann mit dem bloßen Auge nicht gesehen werden. Beim Niesen oder Husten kann er von einem Menschen auf den anderen weitergegeben werden. Von manchen Viren bekommt man einen Schnupfen. Beim Corona-Virus bekommt man zum Beispiel hohes Fieber und Husten.

Was du tun solltest:

Am Besten regelmäßig die Hände waschen! Und zwar gründlich für mindestens 20 Sekunden. Das ist so lange wie zwei Mal „Happy Birthday“ zu summen. Wenn du niesen oder husten musst, mach das bitte in deine Armbeuge oder in ein Taschentuch. Wirf das Taschentuch aber gleich in einen Mistkübel.

Was du lassen solltest:

Beim Begrüßen solltest du auf Umarmungen, Bussis, Händeschütteln und High-Fives verzichten. Wenn du krank bist, solltest du nicht in die Schule oder in den Kindergarten gehen. Auch wenn du dich anstecken würdest: Für Kinder ist die Krankheit meist harmlos.