Leitfaden für den Kulturbetrieb erarbeitet

Leitfaden für den Kulturbetrieb erarbeitet

Die Stadt Wien hat – gemeinsam mit Medizinerinnen und Medizinern sowie Kulturschaffenden – einen „Leitfaden für den Kulturbetrieb“ erarbeitet.

Der Leitfaden sieht jeweils angepasste Auflagen für Museen, Theater und Kinos sowie Veranstaltungen in Räumen oder im Freien vor. Erstellt wurde er unter anderem vom Med-Uni-Wien Professor und Hygieniker Hans-Peter Hutter.

Die wichtigste Maßnahme gegen die Ausbreitung von Corona ist laut Einschätzung der WissenschafterInnen neben Maskenpflicht, Abstands-Regel und gründlicher Hand-Hygiene auch die Begrenzung der TeilnehmerInnen-Zahl bei Veranstaltungen.

Der neue Kultur-Leitfaden der Stadt Wien sieht vor, „Hot-Spots“ wie Eingangsbereich oder Kassa durch z.B. Plexiglas-Scheiben zu trennen – wenn diese „mechanischen Barrieren“ nicht reichen, könne der Fokus auf den Online-Vorverkauf von Tickets gelegt werden. Bei Lüftungsanlagen in Sälen sollte die Luftverteilung verbessert werden – zum Beispiel durch Maßnahmen wie Querlüftung. In Theatern und Kinos rät der Leitfaden zu einer Vergrößerung der Abstände zwischen den Sitzreihen oder zur Bühne; außerdem empfehlen die ExpertInnen unterschiedliche Ein- und Ausgänge, ebenso wie die regelmäßige Reinigung und Desinfektion. In Museen sieht der Leitfaden ähnliche Maßnahmen wie in Schaustätten vor – Lüftung, Desinfektion und Beschränkung der BesucherInnen-Zahl. Wobei in weitläufigen Museums-Räumen die Einhaltung von Abstand und Lüftung leichter möglich ist als zum Beispiel in einem Theater-Raum ohne Fenster.

Gelten könnten die im Leitfaden vorgeschriebenen Regeln bereits im Juni. Der medizinische Krisenstab der Stadt Wien hat die ExpertInnen-Vorschläge bereits gutgeheißen. Damit diese aber umgesetzt werden und Theater oder Konzerthäuser wieder starten können, braucht es eine Verordnung oder eine Gesetzesänderung des Bundes. Die von der Stadt ausgearbeiteten Leitlinien sind deshalb als Vorschlag zu sehen.