Mehr Platz für RadfahrerInnen

Mehr Platz für RadfahrerInnen

Um mehr Platz für RadfahrerInnen zu schaffen, wurden temporäre Radspuren eingerichtet.

Berlin, Budapest oder Mailand: In zahlreichen Städten rund um den Globus wurden in den vergangenen Wochen zusätzliche Radfahrspuren geschaffen. Der Bedarf ist offensichtlich, da gerade in der Coronakrise noch mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen. Die Stadt Wien trägt dem Rechnung und schafft zusätzlich Platz.

Im 22. Bezirk wurde entlang der Wagramer Straße von Kagraner Brücke bis Arbeiterstrandbadstraße in Fahrtrichtung stadteinwärts der rechte Fahrstreifen zum Pop-Up-Radweg. Das bedeutet, einer von drei Fahrstreifen in diesem Bereich wird für den Radverkehr in beide Richtungen geöffnet.

Seit 7. Mai 2020 gibt es auf der Praterstraße stadtauswärts eine so genannte Pop-Up-Bikelane. Stadtauswärts werden Radfahrende ab der Ferdinandstraße vom bestehenden Radweg auf den Pop-Up-Radweg geleitet und so weiter zum Praterstern geführt. Mit 9. Juni 2020 gibt es auch in der Lassallestraße eine Pop-Up-Bikelane. Die temporär für Radfahrende reservierte Strecke reicht von der Venediger Au bis zur Vorgartenstraße. Damit wird der bereits bestehende Pop-up-Radstreifen in der Praterstraße bis zur Donau verlängert.

Der bestehende Radweg ist für den gesteigerten Platzbedarf deutlich zu schmal. Deshalb wird die neue Pop-Up-Bikelane eine Fahrspur breit sein. Diese temporäre Fahrradspur soll es bis zum Ende der Sommerferien geben. Die Radspur wird durch Trennelemente vom restlichen fließenden Autoverkehr getrennt. Somit ist die Spur auch für Kinder am Fahrrad sicher. Die Praterstraße ist vor allem stadtauswärts eine wichtige Radverbindung, über die viele WienerInnen zur Erholung ins Grüne gelangen. Sie ist die Anbindung zur Hauptallee im Prater oder zur Donauinsel, aber auch für viele Alltags-RadfahrerInnen von Bedeutung. Im Frühjahr 2020 ist die Zahl der registrierten Radfahrenden bei der Zählstelle Praterstern bei der Mündung der Praterstraße um 66 Prozent im Vergleich zu einer durchschnittlichen April-Woche 2019 gestiegen.

Seit 4. Juni 2020 gibt es einen weiteren Pop-Up-Radweg in der Hörlgasse im 9. Bezirk.

Die Umsetzung des Pop-Up-Radweges wurde von der zuständigen Dienststelle, der MA 46, auf Sicherheitsaspekte und Verkehrsverträglichkeit geprüft: Nachdem nur eine von zwei Spuren stadtauswärts wegfällt ist mit keinen größeren Belastungen für den motorisierten Verkehr zu rechnen. Auch das Abbiegen ist bei allen Kreuzungen nach wie vor möglich.